Donnerstag, 1. November 2007

Transit oder Sackgasse? Die neue EU-Außengrenze zur Ukraine und ihre Auswirkung auf die Situation von Flüchtlingen im Land

Because of visa problems the seminar in Berlin will take place ONE WEEK LATER as planed

(Neues) Datum: Donnerstag, 15. November 2007, 19:30 Uhr

Ort: Bildungswerk Berlin
der Heinrich-Böll-Stiftung
Kottbusser Damm 72
10967 Berlin

ReferentInnen: Taisa Bazarkaeva, Organisation zur Unterstützung von
Flüchtlingen ?BERKAT?, Kiew,
Harald Glöde, Flüchtlingsrat Brandenburg

Die Außengrenzen der Europäischen Union verschieben sich immer weiter
nach Osten, im Januar 2007 traten Rumänien und Bulgarien der EU bei.

Aber an der Grenze zur Ukraine wird der Erweiterungsprozess vorerst zum
Stillstand kommen. Schon seit Jahren ist die Ukraine angehalten,
Flüchtlinge am Grenzübertritt gen Westen zu hindern. In einigen Regionen
existieren bereits Internierungslager für Flüchtlinge, deren Zahl wird
in den kommenden Jahren ansteigen. Die Situation für Flüchtlinge in der
Ukraine ist extrem instabil und von Behördenwillkür geprägt. Zunehmend
lassen sich auch Abschiebungen in die Herkunftsländer beobachten wie
beispielsweise von usbekischen TeilnehmerInnen des Aufstandes in Andischan.

Die Veranstaltung will vor allem über die Situation von Flüchtlingen in
der Ukraine informieren. Taisa Bazarkaeva berichtet aus der Perspektive
einer Organisation, die in erster Linie mit Flüchtlingen aus
Krisengebieten aus Tschetschenien, Afrika, Mittel- und Südostasien
arbeitet. „BERKAT“ deckt ein weites Spektrum an möglicher
Unterstützungsarbeit ab, die von humanitärer Hilfe über Beratung zur
Erlangung eines legalen Aufenthaltsstatus, Wohnungssuche und Schaffung
von Arbeitsplätzen für Flüchtlinge reicht.
Außerdem werden die wichtigsten Entwicklungen an der EU-Außengrenze zur
Ukraine aufgezeigt. Ziel ist es, Diskussionen über mögliche Perspektiven
internationaler Kampagnen zum Thema und die Unterstützung der Arbeit von
„BERKAT“ anzustoßen.

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